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Über uns

UNSER CREDO

Fortschritt und Freiheit sind aufs engste miteinander verknüpft. Ohne Freiheit des Forschens und Suchens ist wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovation nicht möglich. Freiheit führt immer zu Offenheit, Bewegung, Wandel und Fortschritt. In diesem Sinne will die Progress Foundation zur Weiterentwicklung und Verbreitung freiheitlicher Ideen beitragen. Deshalb fusst ihr Credo auf den Pfeilern einer freien Gesellschaft, nämlich Wettbewerb, Privateigentum, Selbstverantwortung und Sozialer Verantwortung.

1. Wettbewerb

Wer Marktwirtschaft sagt, meint Wettbewerb. Dieser erlaubt Wahlmöglichkeiten, von der freien Wahl der Güter bis zur Wahl des Arbeitsplatzes. Vor allem führt der Wettbewerb mehrerer Anbieter und Nachfrager zu jener ausserordentlichen Effizienz, welche die Grundlage des Reichtums der westlichen Industrienationen bildet. Auch die Schwellenländer verdanken ihren wirtschaftlichen Fortschritt nicht zuletzt einer verstärkten Ausrichtung auf das Prinzip Wettbewerb. Seit Friedrich August von Hayek wissen wir schliesslich, dass die wichtigste Funktion des Wettbewerbs die der Informationsvermittlung ist. Der Wettbewerb ist ein Entdeckungsverfahren, welches das in einer Gesellschaft verstreute Wissen zusammenführt und neu kombiniert; so sorgt er für ständige Erneuerung. Diese segensreichen Wirkungen entfaltet der Wettbewerb nicht nur auf den Gütermärkten. Auch der Wettbewerb von kulturellen Institutionen oder politischen Einheiten bis hin zu Staaten führt zu ähnlichen Resultaten. Insofern ist Wettbewerb nicht nur ein ökonomisches Konzept, sondern ein Gestaltungsgrundsatz für das Zusammenleben der Menschen.

2. Privateigentum

Während Wettbewerb ein relativ abstraktes Konzept ist, weiss jedermann, was Privateigentum ist und meint. Privateigentum bildet die Grundlage haushälterischen Umgangs mit knappen Ressourcen und motiviert dazu, den "Wert" des Eigentums zu mehren. Vor allem aber ist der Autonomiegewinn, der mit der Verfügung über Privateigentum verbunden ist, derart gross, dass eine freie Gesellschaft ohne das Institut des Privateigentums nicht denkbar ist. Allerdings ist die freie Entscheidung über den Gebrauch der Güter von verschiedensten Seiten bedroht. Dabei erweist sich nicht zuletzt der Staat als Gefahr, mit seinen immer weiter einengenden Regulierungen ebenso wie mit der wachsenden Steuerbelastung. Eine ähnliche Wirkung zeitigt in einer historischen Perspektive auch die Inflation, die in marktwirtschaftlichen Demokratien einen oft schleichenden und unauffälligen, aber gerade deswegen besonders schwerwiegenden Angriff auf das private Eigentum darstellt.

3. Selbstverantwortung

Freiheit und Selbstverantwortung müssen ein Paar bilden, soll eine freie Gesellschaft nicht an Missbrauch und Rücksichtslosigkeit zerbrechen. Dieses Wahrnehmen von Verantwortung muss in Werten jenseits von Angebot und Nachfrage wurzeln. Weil der Mensch aber stark auf Anreize reagiert, die an sein persönliches Interesse appellieren, ist es wichtig, Wirtschaft und Gesellschaft so zu organisieren, dass dieses Verantwortungsbewusstsein geweckt und gestärkt wird. Der Staat hat hier als Hort des Rechts, Garant des Privateigentums und der politischen Bürgerrechte, Verteidiger des Wettbewerbs und Ort kollektiver Anstrengung in der menschlichen Gemeinschaft eine entscheidende Funktion. Seine Macht und Legitimation leitet sich jedoch von den Individuen ab, die den Staat bilden. Am Anfang stehen - historisch, sachlogisch und methodologisch - diese Individuen, deren erste Verantwortung darin besteht, für sich und die Seinen zu sorgen. Die Individuen wissen am besten, was ihnen wichtig ist und welche Bedürfnisse sie haben. Deswegen ist grösste Skepsis gegenüber einem paternalistischen Staat angebracht, der dem Einzelnen die Selbstverantwortung abnimmt.

4. Soziale Verantwortung

Das liberale Menschenbild schliesst die Sorge für die Seinen, aber auch für andere Menschen, denen sich der Einzelne verbunden fühlt, nicht nur nicht aus, sondern ausdrücklich mit ein. Der Mensch ist ein geselliges Wesen, das mit anderen Menschen tauscht und kooperiert und sich um seine Mitmenschen kümmert. Geselligkeit und Solidarität können und dürfen aber nicht von oben dekretiert werden, sondern müssen von unten wachsen. Nur freiwillige Solidarität vermag eine moralische Qualität zu beanspruchen. Ausserdem führt Zwang in der Regel zu einer Rückbildung der Solidaritätsbereitschaft. Deshalb können die Bedürftigen im paternalistischen Wohlfahrtsstaat schlechter gestellt sein als in einer Gemeinschaft, in der die Hilfe für die Schwachen auf Freiwilligkeit basiert. Wichtigster Grundsatz der Organisation der Sozialhilfe ist somit jener der Subsidiarität: das Kollektiv soll und darf nur einspringen, wenn die individuelle Hilfe versagt.